Was genau ist eine Intention? Wie setzt man sie richtig? Und worauf solltest du achten?

Wenn wir uns etwas wünschen, wenn wir etwas in unserem Leben verändern oder etwas in die Welt bringen wollen, ist es die Intention, die den Ton angibt, die wir wie eine Klangschale anschlagen, damit sie ihre Schwingung in die Welt trägt.

In vielen meiner Ausbildungen und nicht wenigen der Bücher, die ich gelesen habe, ist die Intention wie das Samenkorn, das wir liebevoll pflanzen, damit es Früchte tragen kann.

Aber lass uns diese poetischen Formulierungen einmal in der Tiefe betrachten und schauen, woher Intention eigentlich kommt und was es wirklich braucht, um kraftvolle Intentionen zu setzen.

Was bedeutet Intention – und wie unterscheidet sie sich von einem Vorsatz?

Ich persönlich mag das Wort „Intention“ (von lateinisch intendere „sein Streben auf etwas richten“) lieber als „Vorsatz“.
Eine Intention ist für mich etwas, das wirklich von Innen kommt und das auch in mir als
 Gefühl lebendig ist, während der Vorsatz oft etwas ist, das eher von außen motiviert ist und schnell wieder vergessen wird.

Die Intention ist für mich die volle
 Energie dessen, was man sich für sein Leben wünscht und wonach man sein Sein und Handeln ausrichten möchte. Eine Energie, die in einem und durch einen wirkt und ihre Kraft nach und nach entfaltet, wenn man sie lebendig hält (dazu später noch mehr).

Mit „Intention“ zu leben, bedeutet für mich auch, dass es etwas in meinem Inneren gibt, das mich leitet, mir die Richtung weist und mir hilft, herauszufinden, ob ich mich noch in diese Richtung bewege – oder gegebenenfalls zu überprüfen, ob sich das, was ich mir wünsche, vielleicht verändert hat (oder eben eher von Außen als von Innen gekommen ist) und ich dementsprechend meine Richtung anpassen darf.

Intentionen setzen ist mehr als ein Selbsthilfetrend

Intentionen setzen ist mehr als nur ein Selbsthilfetrend – auch wenn der „Manifestations-Trend“, die sozialen Medien eine Zeit lang beherrscht hat; und dabei leider auch oft sehr verflacht hat, wie wir tatsächlich aktiv der Art von Leben, nach dem wir uns sehnen, näherkommen können.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass eine klare Intention uns durch den Dschungel der Entscheidungen und Ablenkungen navigieren hilft, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind.

Die meisten unserer Entscheidungen treffen wir unbewusst und in vielen Situationen ist das gut so, weil wir ansonsten komplett überfordert wären. Doch es gibt viele Situationen, in denen uns dieser Autopilot im Weg steht.

Intentionen setzen als gelebte Praxis kann uns helfen, unser tägliches Handeln mit unseren Werten und Zielen in Einklang zu bringen.

Du kannst beispielsweise morgens eine Intention setzen für deinen Tag (z.B. „Für heute achte ich darauf, dass ich … sanfter zu mir selbst bin“), du kannst sie auch vor dem Schlafengehen für deine Träume setzen (z.B., dass du dich an deine Träume erinnerst. Damit kennt sich mein Freund, der u.a. Experte für Traum und Schlaf ist, allerdings besser aus…), du kannst Intentionen für verschiedene Lebensbereiche setzen…

Im Grunde geht es dabei immer darum, wie wir durch unser Leben gehen und wie wir es gestalten wollen.

Im Gegensatz zu Zielen, die oft konkret und zielorientiert sind, wurzeln Intentionen in unseren tiefsten Wünschen und Werten und prägen eher die Qualität unseres Seins oder unserer Erfahrungen als nur deren Ergebnisse.

Warum wirkt Intentionen setzen?

Eine Intention zu setzen, wirkt auf dein Bewusstsein und das Unterbewusstsein unterstützt dich dabei. Was viele als „Manifestation“ beschreiben, bedeutet letzten Endes, dass unsere fokussierte innere Ausrichtung unsere äußere Realität beeinflussen kann.

Oder wie ein Zitat, das dem römischen Philosophen Seneca zugeschrieben wird, sagt: „Glück ist das, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.“ Dieser Satz erinnert uns daran, dass wir unser Glück nicht immer, aber oft selbst gestalten können.

Zu dieser Vorbereitung gehört für mich auch die Intention, die Ausrichtung, die uns Klarheit schenkt. Denn nur, wenn ich weiß, was ich wirklich will, kann ich auch auf Situationen reagieren, die mich meinem Wunsch näherbringen können, nur dann kann ich sie 1. erkennen und 2. nutzen.

Mit Intention zu leben, ist deshalb eine Form des achtsamen In-der-Welt-Seins und der selbstbestimmten, authentischen Lebensführung. Wenn wir wissen, was uns wichtig ist, können wir uns das immer wieder ins Bewusstsein rufen und unser Handeln und unsere Entscheidungen damit abgleichen. Je öfter wir das tun, desto leichter wird uns das fallen.

Intentionen unterstützen dich, dein Leben weniger im Autopiloten und mit mehr Bewusstsein und Ausrichtung zu führen – und damit auch ein Leben, das mehr im Einklang damit ist, was dir persönlich wirklich wichtig ist. Das wiederum heißt, dass dein Leben sich ingesamt auch selbstbestimmter und erfüllter anfühlt.

Wie deine Intentionen ihre Kraft entfalten können

1. Werde dir darüber klar, was DU willst. Wenn wir wollen, dass unsere Intention Wirkung zeigt, müssen wir uns mit dieser Intention ehrlich verbunden fühlen. Sie sollte aus der Tiefe unseres Herzens kommen. Dann kann sie uns als liebevolle Aufmerksamkeit leiten und unser Sein und Tun mit ihrer aufrichtigen Energie aufladen. Eine kraftvolle Intention zu setzen, ist immer tief verbunden mit unserem authentischen Warum für unsere Vision und unser Sein.

2. Formuliere positiv und halte deine Intention simpel
Formuliere deine Intention positiv. Anstatt dir vorzunehmen, nicht mehr so gestresst zu sein, probier es z.B. mit „Ich möchte mich entspannter fühlen und mehr für mich sorgen“. Eine positive Formulierung hilft dabei, eine konstruktive Denkweise zu entwickeln. Einfachheit und Klarheit helfen dir, dir deine Intention besser zu merken und dich auf sie zu fokussieren.

3. Wiederholung ist Key. Eine Intention zu setzen, ist keine einmalige Angelegenheit, wenn wir uns wünschen, dass sich unser Leben dadurch wirklich verändert. Die wiederholte Beschäftigung mit einer Intention hilft uns, sie tiefer und nachhaltiger zu verankern, über unser verändertes Handeln neue Verknüpfungen im Gehirn zu bilden und diese Verknüpfungen über die Zeit zu verstärken. Verbinde dich wiederholt mit deiner Intention und zwar nicht nur mental, sondern auch über das Fühlen und ggf. deinen Körper (eine Einladung dazu weiter unten).

4. Rituale und „Merkhilfen“ machen das Ganze leichter

In meinen Embodiment Coachings arbeiten wir auch mit „Ankern“, um alte Muster aufzubrechen und über die Zeit neues Verhalten zu etablieren, das uns dienlicher ist. Solche Anker können auch deine Intentionen unterstützen.

Überlege dir also, WANN wäre ein guter Zeitpunkt, um dich täglich (oder mehrmals die Woche) mit dir und deiner Intention zu verbinden? (vielleicht beim morgendlichen Tee oder Kaffee, etwas, das du sowieso schon regelmäßig tust, eignet sich sehr gut dafür)

WAS kann dich an deine Intention erinnern und WO platzierst du deine Erinnerung am Besten? Das könnte ein Bild oder Foto am Kühlschrank sein, eine kleine Collage oder ein Objekt, das symbolisch für sie steht, am Schreibtisch etc.

… auch nicht ganz unwichtig…


5. Nutze deine Intention/en, um dich in deinen Handlungen und Entscheidungen von ihnen leiten zu lassen
… that´s where the magic starts to happen

6. Sei geduldig…

Nachhaltige Veränderungen geschehen nicht über Nacht. Sei geduldig mit dir. Ausdauer ist der Schlüssel zum Erfolg. Und was auch hilft: Ruf dir immer wieder dein Warum ins Gedächtnis.

7. Passe deine Intentionen bei Bedarf an

Intentionen können und dürfen sich ändern. Hinterfrage deine Intentionen immer wieder einmal und passe sie gegebenenfalls an, um deinem persönlichen Wachstum gerecht zu werden und sie lebendig zu halten. Nimm dir immer wieder Zeit, um über deine Intentionen und deine Fortschritte zu reflektieren. Sind sie noch aktuell? Haben sich deine Prioritäten geändert? Es ist völlig in Ordnung, deine Intentionen anzupassen, wenn du dich weiterentwickelst. Flexibel zu bleiben, sorgt dafür, dass deine Intentionen für dich relevant und sinnvoll bleiben.

8. Mit Unterstützung geht alles leichter

Freunde und andere Personen, denen du vertraust, Communities oder Gruppen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen, können dich motivieren und unterstützen und zu einem bereichernden Austausch beitragen.

Wie ich mit Intentionen arbeite und wie ich sie für mich nutze

Ich erstelle seit ein paar Jahren vor meinem Geburtstag ein Vision Board, das mir hilft, spielerisch mit dem in Kontakt zu kommen, was mit mir räsoniert. Und auch hier geht es um das Gefühl hinter den Bildern. Da unser Unterbewusstsein in Bildern mit uns kommuniziert (siehe Träume), ist das eine kreative Methode, mit ihm in Verbindung zu treten.

Zum Ende eines Jahres oder Anfang eines Jahres mache ich mir eine Liste mit verschiedenen Lebensbereichen und schreibe auf, was mir jeweils wichtig ist, worauf ich meinen Fokus 
legen möchte, was ich in mein Leben bringen oder stärken möchte.

Es geht nicht darum, etwas „abzuarbeiten“, sondern mich immer wieder zu erinnern, was mir wichtig ist. Und mich sanft wieder „auf Kurs“ zu bringen, wenn die Ablenkungen überhand nehmen und mich die Stimmen im Außen verwirren. Manchmal habe ich eine Intention als Jahresthema, der ich mich hauptsächlich widme (und oft ändert es sich in den ersten Wochen des Jahres noch einmal, wenn ich merke, dass doch etwas anderes dringender ist).

Gleichzeitig setze ich mich regelmäßig morgens für einige Minuten zu einer kleinen, simplen Meditation hin. Besonders, wenn ich mich sehr zerstreut oder unruhig fühle, hilft es mir, eine Intention für den Tag auszumachen, die mich leitet. So kann ich mit mehr Fokus und Ruhe durch den Tag gehen.

Und dann gibt es natürlich auch die körperbasierte Arbeit, in der wir uns nicht nur klar darüber werden können, was uns wichtig ist. Wir können uns über den Körper auch mit Intentionen verbinden und sie in unser Leben einladen (z.B. in der „Calling In“ Modalität der Non-Linear Movement Methode).

Wie Selbstreflextion dir helfen kann, kraftvolle Intentionen zu setzen

Das Leben ist komplex. Selbstreflexion hilft oft, uns zu ordnen. Wenn wir Fragen wie „Wie möchte ich leben?“, „Welche Eigenschaften möchte ich verkörpern?“ und „Wie möchte ich mit anderen und meiner Umwelt umgehen?“ für uns beantworten können, können wir uns davon wie von einem unsichtbaren Faden leiten lassen, wenn wir einmal die Orientierung verloren haben.

Ein paar Reflexionsfragen für dich, um eine passende Intention zu finden

1. Wie möchte ich mich 2026 fühlen?
 Wie möchte ich mich fühlen im Bezug auf meine
Beziehungen – Energie/Gesundheit – Arbeit – Kreativität usw.

2. Warum möchte ich mich so fühlen?

 Was schenkt mir dieses Gefühl, was habe ich davon?

3. Was muss ich noch loslassen dafür?

4. Welche Erfahrungen oder Aktivitäten könnten dieses Gefühl unterstützen?

5. Welche Beziehungen möchte ich pflegen?

6. Welche Eigenschaften möchte ich mehr kultivieren?



7. Was begeistert mich oder gibt mir das Gefühl von Sinnhaftigkeit in meinem Leben?

Antworte am Besten, ohne zu lange darüber nachzudenken und schreibe deine Antworten auf (handschriftlich ist am Besten).

Mein Tipp ist auch, dich erst einmal einer Sache, einem Thema, zu widmen
 und ihr Zeit und Energie zu schenken. Oft überschätzen wir die Zeit und Energie, die wir wirklich haben und 
wollen zu viele Dinge auf einmal angehen, anstatt uns wirklich nachhaltig mit einer Sache zu beschäftigen (been there, done that…).

P.S. Manchmal zeigt uns die körperliche, intuitive Auseinandersetzung mit dem, was wir uns wünschen, auf einmal überraschend andere Dinge auf, als die mentale.

Auch in der Hinsicht kann es spannend sein, zu schauen, was sich für dich bei der mentalen Reflexion zeigt und was in der somatischen Erforschung.

Widme dich deiner Intention in meiner kostenlosen Calling-In Klasse am 28.1.26

Es braucht kein neues Jahr, um eine Veränderung anzugehen, aber oft hilft ein ritueller Neustart, uns motivierter zu fühlen.

Egal, ob dir schon ein Thema oder Lebensbereich für 2026 eingefallen ist, dem du dich mit mehr Intention widmen möchtest:

Am Mittwoch, 28.01.2026 von 19-20 h hast du bei meiner Non-Linear Movement Klasse (auf Englisch) mit dem Thema „Calling In“ die Gelegenheit, dich dieser Sache etwas tiefer zu widmen – oder auch während der Session zu schauen, was intuitiv für dich hochkommt und dir damit vielleicht mehr Klarheit schenkt.

Bei der Non-Linear Movement Modalität „Calling In“ geht es darum, Altes 
loszulassen und dann das Neue, deine Intention, über die Bewegung
 in deinem Körper zu verankern. Es geht um das Fühlen und die Verkörperung deiner Intention.

Das klingt spannend für dich? Dann melde dich bis spätestens 27.1.26 bei mir und ich schicke dir den Zoom-Link zur kostenlosen Anmeldung.

P.S. Wenn du dich regelmäßig von meinen Gedanken, Reflexionsfragen, Erfahrungen und Tipps inspirieren lassen möchtest, dann melde dich gerne HIER zu meinem Museletter an.

Als Dankeschön erhältst du Zugang zum Download meines PDFs mit 12 Tipps für mehr Balance : )

 

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