Embodiment für Frauen: Werde sensibler für die Botschaften deines Körpers, erforsche deine Facetten & deinen Ausdruck als Frau
Falls du dich fragst, was es mit „Embodiment“ oder Embodiment für Frauen eigentlich auf sich hat, erzähle ich dir hier 1. kurz, wie ich dazu kam, mich in trauma-sensiblen Embodiment-Praktiken ausbilden zu lassen und 2. was Embodiment für Frauen ausmacht.
Ich interessiere mich für Embodiment-Praktiken, seit ich ihr Potenzial für Menschen wie mich erkannt habe: also für Menschen, die (zu) viel in ihrem Kopf sind, die dazu neigen, alles zu sehr zu überdenken, und denen es schwerfällt, aus ihrem Kopf herauszukommen. Menschen, die folglich auch Schwierigkeiten haben, sich „in“ ihrem Körper zuhause zu fühlen, ihrem Körper und ihrer Intuition zu vertrauen und sich mit ihren Gefühlen zu verbinden (oder zu wissen, was sie fühlen im Gegensatz zu dem, was sie denken).
Für mich war das lange Zeit ein Mysterium. Was denke ich? Was fühle ich? Was spüre ich? Viel zu oft geriet alles durcheinander: was ich fühle, was ich denke, was ich will, was ich denke, dass andere von mir wollen… Und am Ende war ich einfach nur verwirrt und erschöpft.
Gerade, wenn du dich leicht von anderen beeinflussen lässt, hat Embodiment enorme Vorteile, denn du wirst über die Zeit sensibler für deine eigenen Bedürfnisse und Gefühle und das hilft auch dabei, Grenzen zu erkennen und zu lernen, sie selbstbewusster zu setzen.
Nicht zuletzt kannst du durch Embodiment mehr Akzeptanz für dich selbst und deinen Körper lernen, ja, oft sogar Liebe und Dankbarkeit für ihn spüren. Zumindest mir ging es so und das, obwohl ich eine lange Zeit in meinem Leben gegen meinen Körper gekämpft habe.
Als ich vor 6+ Jahren mehr über Embodiment wissen wollte, stolperte ich bei meiner Recherche über Michaela Boehms Buch „The Wild Woman’s Way“:
Was ich besonders toll an Michaelas Buch fand, war die Verbindung von Bodenständigkeit und einem Hauch „Magie“, die man so selten in einer ausgewogenen Mischung findet.
Da Michaela einen professionellen Hintergrund und unglaublich viel Erfahrung im psychologischen/therapeutischen Bereich hat, aber auch in östlichen Traditionen ausgebildet wurde und Linienhalterin einer klassischen kaschmirischen Tantra-Tradition ist (Tantra als Philosophie ist nicht das, was man vielleicht denkt, wenn man nur „Neo-Tantra“ und die damit zusammenhängenden Skandale kennt), ist ihre Lehre tiefgründig und facettenreich, aber gleichzeitig so einfach, dass wirklich jede/r damit arbeiten kann.
Für mich ist Embodiment eine Praxis, die sehr nützlich und nährend ist und die ich nicht mehr in meinem Leben missen möchte. Man muss „nur“ bereit sein, sich etwas Zeit für sich und seine Praxis zu nehmen.
Ich habe mich damals entschlossen, mich bei Michaela ausbilden zu lassen, um einerseits wirklich tief in Embodiment einzutauchen, und um auch andere dabei zu unterstützen, zu lernen, sich besser zu entspannen und wieder mit sich selbst zu verbinden.

Was bedeutet „Embodiment für Frauen“ nun aber?
Als von Michaela Boehm unterrichtete und zertifizierte Leiterin das Wild Woman´s Circles habe ich spezifisch für Frauen konzipierte Embodiment-Praktiken gelernt.
Im Endeffekt geht es dabei um die Fähigkeit, mehr auf die Botschaften des Körpers zu hören und unseren Verstand, unsere Emotionen und unseren Körper miteinander zu verbinden.
Was ist dabei wichtig?
• Die Energie in die untere Körperhälfte bringen
Die Übungen sind einerseits darauf ausgerichtet, v.a. die durch sitzende (Denk)Arbeit im Alltag oft vernachlässigte Körperhälfte – d.h. von der Hüfte abwärts – zu aktivieren und die Aufmerksamkeit und Energie wieder in unseren unteren Körperbereich zu bringen. Denn, wenn wir Kreativität, Sinnlichkeit und Flow erleben wollen, steht der Kopf allein uns oft im Weg.
Es geht darum, unsere Aufmerksamkeit zu schulen und uns für die Wahrnehmung unseres ganzen Körpers zu sensibilisieren. Denn im besten Fall sind wir auch bei der Arbeit, in der unser Kopf gefordert ist, mit unserer unteren Körperhälfte bewusst verbunden und verkrampfen damit weder mental noch körperlich zu sehr. Davon profitieren wir sowohl in kreativer und energetischer Hinsicht.
• Das Zauberwort für mehr Genuss und Sinnlichkeit ist: Entspannung
Andererseits geht es bei Embodiment für Frauen auch viel um Entspannung, denn Entspannung ist die Grundvorraussetzung dafür, dass wir uns selbst besser fühlen können und empfänglicher für Genuss, Freude, Sinnlichkeit und Lebendigkeit werden. Und Entspannung sowie Sensibilisierung sind auch die Basis dafür, Gefühle nach und nach tiefer zu empfinden. Wenn wir zu sehr im Kopf, zu verkrampft oder angespannt sind, blockiert auch unser Gefühlsfluss. Die Folge ist, dass nicht nur die Beziehung zu uns selbst damit schwieriger wird, sondern auch die Beziehung zu anderen. Entspannung ist ein Schlüssel-Faktor, der oft unterschätzt wird.
• Entdecke deine Facetten deinen Ausdruck als Frau
Darüber hinaus erforschen wir in praktischen Übungen unsere Muster und auch neue Facetten unseres Ausdrucks. Wir gehen mit Hilfe von Archetypen auf Entdeckungsreise, um das, was noch in uns schlummert, zu finden. Und wir verbinden uns wieder mit unserer Sinnlichkeit (durch sanfte Bewegungsübungen und sinnliche Rituale), konzentrieren uns auf uns selbst, tun uns selbst etwas Gutes und und finden heraus, was für jede von uns Weiblichkeit und Selbstausdruck bedeutet.
• Vom Go-Mode in den Flow-Mode wechseln
Michaela unterscheidet in ihrem Buch zwei Modi: Go-Mode und Flow-Mode. Der Go-Mode ist die fokussierte Macher-Energie, eine lineare Energie, die antreibt und Dinge vorwärts treiben will. Der Flow-Mode hingegen folgt einer non-linearen Bewegung, lässt sich von den Impulsen des Moments leiten und ist damit eher auf einer intuitiven Gefühlsebene unterwegs.
Im besten Fall können wir bewusst den Modus aktivieren, den wir gerade brauchen und beide Modi halten sich die Balance bzw. wir wissen, wie wir von einem Modus in den anderen wechseln können.
In unserer westlichen, patriarchal geprägten Gellschaft überwiegt heute jedoch der „Go-Mode“. Machen, machen, machen, keine Zeit fürs Sein oder sich mal dem Moment hingeben. Gerade sehr emanzipierte Frauen haben oft das Gefühl, sie müssten, um erfolgreich zu sein, ihre gefühlvolle, sanfte, empfängliche Seite wegschieben oder unterdrücken. Doch wir schöpfen aus einer ganz anderen Kraft und Energie, wenn wir uns erlauben, uns auch mit der sinnlichen Kreativität zu verbinden, die im „Flow-Mode“ lebt. Emanzipation ist für mich, bewusst wählen zu können und nichts wegdrücken oder unterdrücken zu müssen, um irgendeinem Bild zu entsprechen.
Darum gibt es spezielle Bewegungsübungen, in denen der Flow-Mode aktiviert wird und durch die du die Vorteile davon kennenlernen kannst.
Allgemein geht es dabei darum, besser zu verstehen, was Weiblichkeit für dich bedeutet, wie du sie leben willst und wie du dich mit ihr verbinden kannst. Der Fokus liegt bei diesen Übungen hauptsächlich auf Sinnlichkeit, Lebendigkeit, Genuss sowie Weiblichkeit in ihren vielen Facetten – und wir üben, Flow und Entspannung zu kombinieren.
Schreib mir gerne, wenn du dazu mehr wissen möchtest oder an der Teilnahme beim Wild Woman´s Circle interessiert bist.
Auch in der 1:1 Begleitung können wir teilweise oder mit einem Fokus auf Embodiment für Frauen arbeiten.



